Systeme mit identischer SID

Funktionsumfang

Grundsätzlich ist die System ID, kurz SID, ein eindeutiges Identifizierungsmerkmal eines von Conigma verwalteten SAP Systems und im Standardfall ist es nicht möglich zwei oder mehrere Systeme mit der gleichen SID anzulegen. Es besteht aber die Möglichkeit Systeme mit identischer SID mit Conigma zu verwalten, indem die Systeme mit einer abweichenden SID bzw. einem Alias angelegt werden. Wenn Beispielsweise zwei Systeme mit der SID "G00" existieren, müssten diese mit einer anderen SID angelegt werden, z. B. "GP0" und "GP1".

Voraussetzungen

Zur Verwaltung von zwei oder mehreren Systemen mit identischer SID besteht die Voraussetzung, dass sich die Installationsnummer dieser Systeme voneinander unterscheiden. Die Installationsnummer kann z. B. über bestimmte Transaktionen wie SLICENSE oder über den Menüeintrag System -> Status im SAP GUI nachgeschlagen werden.

Konfiguration via Global Config

Starten sie die Bearbeitung der Global Config via Kontextmenü auf dem Wurzelknoten des Conigma Repository Browsers (nur mit Adminrechten möglich).

Im folgenden Popup ist nun die Konfiguration wie folgt zu hinterlegen:

Das Beispiel ist für ein Setup aus 2 Doppelt vergebenen SIDs (G00 und H01) mit jeweils einem Alias (GXX und B01).

Vorlage:

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Konfiguration via Config Editor

Anmerkung: Die Konfiguration via Config Editor ist nicht mehr der empfohlene Weg (da sie komplizierter ist als die Konfiguration via Global Config) wird aber weiterhin unterstützt.

Wurde die Konfiguration via Global Config via obenstehend durchgeführt, so ist die Konfiguration via Config Editor nicht mehr notwendig.

Es müssen folgende Parameter unter dem Knoten "Root -> Galileo Group AG -> Conigma Suite -> Conigma CCM ->TMS Interface -> Manage double SIDs" in der Conigma Konfiguration mithilfe der Transaktion /GAL/CONFIG_EDITOR gepflegt und anschließend in alle von Conigma verwalteten Systeme verteilt werden:

  • Allow deviating SIDs: Dieser Parameter mit einem booleschen Datentyp aktiviert grundsätzlich die Verwendung von abweichenden SIDs. Zur Aktivierung muss der Parameter in der Baumstruktur doppelt angeklickt und im Bearbeitungsmodus auf dem Reiter "Werte" der systemspezifische Wert "ABAP_TRUE" in der Dropdown-Box ausgewählt werden. Danach muss die Änderung gesichert werden.

  • Allowed SIDs: Dieser Parameter dient zur Bekanntmachung der SIDs, die tatsächlich doppelt auftreten können. Als Wert wird eine XML-Transformation des Tabellentyps "/GAL/CCM_TT_SYSID" erwartet. Sie können sich beim Eintragen entweder an der untenstehenden Abbildung richten oder sich Hilfe bei Ihrem Conigma Ansprechpartner holen.

Um die Änderungen in einen Transportauftrag zu schreiben, kann wie folgt vorgegangen werden. Rechtsklick auf den darüberliegenden Knoten "Manage double SIDs" und den Menüeintrag "Teilbaum transportieren" auswählen. Im Popup zur Abfrage der zu transportierenden Datentypen nur den letzten Eintrag "Mandantenunabhängige Werte (-> Workbench)" auswählen und den Dialog mit "OK" bestätigen. Am Schluss wird der Standard-Dialog zur Eingabe eines Transportauftrags eingeblendet. Wählen Sie hier bitte einen bereits existierenden Workbench-Auftrag und bestätigen Ihre Eingabe mittels der entsprechenden Schaltfläche oder der Taste [ENTER]. Eventuelle Warnmeldungen bezüglich des Standard-Konsolidierungsziel können ignoriert werden.

Konfiguration eines SAP Systems mit abweichender SID

Sofern die oben beschriebenen Voraussetzungen erfüllt und die geänderten Konfigurationseinstellungen auf alle verwaltete SAP Systeme verteilt ist, können SAP Systeme mit einer abweichenden System ID angelegt werden. Bitte berücksichtigen Sie, dass nur bei solchen Systemen die SID abweichend angegeben werden kann, die im Konfigurations-Editor bekannt gegeben wurden. Wie bereits erwähnt ist es zusätzlich wichtig, dass Sie bei Systemen mit identischer SID alle Systeme in Conigma mit einer abweichenden SID anlegen und nicht mit der Original-SID.

Bei der Anlage des Systems tragen Sie als System ID einen vorher definierten Wert ein, wählen die entsprechenden Einstellungen in den Bereichen "Architektur" und "Transportbereiche" und tragen Sie die RFC-Verbindung zum Zielsystem ein. Wenn Sie die Eingabe mit [ENTER] bestätigen oder Ihre Einstellungen speichern, wird ein Abfrage-Dialog eingeblendet mit dem Hinweis, dass die hinterlegte SID nicht zu den Systeminformationen der angegebenen RFC-Verbindung übereinstimmt, der mit der Schaltfläche "Ja" bestätigt werden kann.

Ist das SAP System erfolgreich angelegt worden, kann es wie jedes andere System in Conigma in Ihre Conigma Prozesse eingebunden und verwendet werden.

Geplante Änderungen

In Importcontainern wird aktuell noch die ursprüngliche SID eines Systems mit Alias-SID angezeigt, wenn es als Import-Ziel verwendet wird. Das Verhalten ist bekannt und wird in einem der nächsten Release korrigiert. Die Anzeige ist besonders verwirrend, wenn mehrere Systeme mit Alias-SID und identischer Original-SID über den Importcontainer beliefert werden, siehe nachstehenden Screenshot eines Importcontainers, mit welchem zwei unterschiedliche Systeme mit Namen G00 beliefert wurden. Zur Klärung welches System in der Übersicht des Importcontainers angezeigt wird, kann die verwendete RFC-Verbindung in den Detailinformationen zum Import-Job auf dem Reiter "Allgemein" eingesehen werden.